
Liebe Frau Schacht, Ihr neuer Roman „Kyria & Reb“ eröffnet das diesjährige Programm von EGMONT INK. Erzählen Sie uns doch kurz, wovon Ihr neues Buch handelt. Hat Sie etwas / jemand dazu inspiriert?
„Kyria & Reb“ handelt von zwei jungen Menschen, die gegen eine Welt aufbegehren, die sie mit ihrer Überfürsorglichkeit zu ersticken droht.
Kyria, die Tochter einer hochrangigen Politikerin, weiß, dass sie einen Gendefekt geerbt hat, der jederzeit ihren Tod verursachen kann, Reb ist ein aus der Gesellschaft Ausgestoßener. Eigentlich würden sie einander nie begegnen, doch dramatische Ereignisse führen sie zusammen. Dabei lernt die behütet aufgewachsenen Kyria eine raue Welt kennen, in der ein jeder um das Überleben kämpft. Reb, selbst ein Kämpfer, wird ihr widerwilliger Helfer, doch schon bald entdeckt Kyria, dass auch er nicht so gleichgültig ist, wie er sich gerne den Anschein gibt …
Inspiration finde ich immer dort, wo sich Gegensätze bilden, wo Widersprüchlichkeiten zu Brüchen unter der glatten Oberfläche führen. New Europe – NuYu – ist ein Gedankenspiel, eine Weiterentwicklung unserer Gesellschaft unter ausschließlich weiblicher Führung. Es sollte eine bessere, friedliche, harmonische Welt entstehen, doch der Kampf um die Macht hat sich nur verlagert.
Sie sind seit vielen Jahren erfolgreiche Bestseller-Autorin im Bereich der historischen Romane, nun haben Sie einen Roman für jugendliche Leser/innen geschrieben. Wie kam es zu diesem Genre-Wechsel und war es eine große Umgewöhnung für Sie, nun für jüngere Leser zu schreiben?
Vergangenheit und Zukunft sind für einen Schriftsteller nicht so verschieden – beide Male müssen wir uns in eine andere Welt versetzen. Auch in meinen historischen Romanen spielen junge Helden eine Rolle, und mir hat es immer große Freude gemacht, aus ihrer Sicht das Geschehen zu schildern. Insofern war es keine besonders große Umgewöhnung. Was mir vor allem an jugendlichen Protagonisten gefällt, ist ihr Mut, ihr Abenteuergeist, ihre Leidenschaft, manchmal auch ihre Unvorsichtigkeit, Herausforderungen anzunehmen, die bestehenden Regeln zu hinterfragen und sich aus den Schwierigkeiten zu befreien, in die sie dabei geraten.
Haben Sie eine Lieblingsszene aus dem Buch?
Oh ja – Kyrias erste Begegnung mit der Subcultura. Ich finde es von meiner Heldin ungeheuer mutig, sich in diese völlig andere Gesellschaft zu begeben, trotz ihrer Angst, trotz ihrer Schmerzen, trotz ihres Ekels. Sie hat ihre Entscheidung getroffen, und da es Reb noch schlechter geht als ihr, hilft sie ihm. Und er, auch wenn er den Schnösel spielt, kümmert sich im Gegenzug um sie. Friedlich ist jedoch anders …
Wenn Sie ihren männlichen Protagonisten – Reb – mit 3 Worten beschreiben müssten, wie würden diese lauten?
Einsamer Wolf mit Herz
Welchen Ratschlag würden Sie Ihrer Heldin Kyria mit auf den Weg geben?
Die Angst, die man verliert, hinterlässt eine Leere. Versuch sie nicht mit neuer Angst, mit Wut oder Hass zu füllen.
Dürfen sich die Leser auf eine Fortsetzung des Romans freuen?
Ist gerade in Arbeit.
Vielen Dank für dieses Interview!




Liebe Frau Schacht, liebes INK-Team,
danke für die Geschichte über Kyria & Reb! Bin gerade mit dem Buch fertig geworden und noch ganz gefangen. Die beiden Hauptprotas sind mir sehr ans Herz gewachsen, besonders ihre Streitereien waren herrlich amüsant. Ich musste teilw. laut lachen. Frau Schacht, eine Szene gegen Ende war sehr “mutig” für ein Jugendbuch. Herrlich! Hatte gar nicht mehr erwartet, genau das zu lesen
Jetzt überlege ich noch, wie ich meine Gefanken zum Buch bestmöglich in eine Rezension verpacke. Bitte schnell mehr von Kyia & Reb…
LG,
Damaris
Das Interview war wirklich toll, ich freue mich schon riesig auf den nächsten Band und habe bis jetzt jeden Tag nach Informationen über die Erscheinung davon gesucht. Da die Autorin ja gerade daran arbeitet, freue ich mich gerade sehr. Besonders da Frau Schacht eine Deutsche Autorin ist, finde ich es toll, das wir Deutschen es zuerst zu lesen bekommen werden.
Außerdem frage ich mich ständig, welches tolle Cover der zweite Band bekommen wird
Liebe Grüße Michelle